Mein Buch ist da.
Es gibt ein Thema, über das ich viele Jahre sehr viel wusste – und mich selbst darin trotzdem nicht immer zu Hause gefühlt habe.
Vielleicht kennst du das: Man kann etwas fachlich verstehen und sich trotzdem nicht automatisch wohl damit fühlen. Man kann wissen, was gesund wäre, und den eigenen Körper dennoch manchmal wie einen Ort erleben, in dem man nur zu Besuch ist.
Genau daraus ist mein Buch entstanden: „Schöner wohnen im eigenen Körper.“
Nicht aus der Idee, Frauen müssten sich noch besser kontrollieren, noch disziplinierter essen, noch konsequenter trainieren oder endlich die eine richtige Methode finden.
Sondern aus einer Frage, die mich in mehr als zwanzig Jahren Arbeit mit Frauen immer wieder beschäftigt hat:
Was, wenn der Körper gar nicht das Problem ist?
Was, wenn er gute Gründe für das hat, was er tut?
Ein Organismus reagiert nicht nur darauf, was wir essen oder wie viel wir uns bewegen. Er reagiert auf Stress und Schlaf, auf Temperatur und Stoffwechsel, auf Hormone, Lebensphasen und Erfahrungen. Und mitten darin lebt eine ganze Welt aus Mikroorganismen, die mitentscheidet, wie wir Nahrung vertragen, Energie bereitstellen und uns in unserem eigenen Körper fühlen.
Je länger ich gearbeitet, beobachtet und gelernt habe, desto weniger interessierten mich perfekte Pläne – und desto mehr interessierte mich der einzelne Mensch.
„Schöner wohnen im eigenen Körper“ ist keine neue Diät, kein Ernährungsplan und kein weiteres Programm zur Selbstoptimierung.
Es ist eine Einladung, den eigenen Körper wieder lesen zu lernen.
Physiologie, Evolutionsbiologie, Ernährung, Mikrobiom und mehr als zwanzig Jahre Praxiserfahrung treffen darin auf Alltag, Zweifel, Genuss – und gelegentlich auf einen Eisbergsalat, der deutlich mehr Verantwortung für unsere Gesundheit übertragen bekommen hat, als ihm vermutlich lieb ist.
Denn vielleicht müssen wir unseren Körper nicht ständig verbessern.
Vielleicht sollten wir zuerst verstehen, wer dort eigentlich wohnt – und wer dort entscheidet.









